Sind Elementarschäden bei den meisten Immobilien unwahrscheinlich?
März 21, 2017

„Wir sind viel zu kompliziert“

Auf der Bilanzpressekonferenz nannte der Bilanzchef Oliver Bäte einen prägenden Satz: „Wir sind viel zu kompliziert“. Seine Hauptaussage war, dass Produkte, Prozesse und IT vereinfacht werden sollte. Eine Vereinfachung gehört in den letzten Jahren immer mehr zu den neuen Trends in Deutschland.

Angefangen hat die Vereinfachung in München, denn dort wurde im Jahre 2017 eine neue Autoversicherung abgeschlossen, um einige Komplikationen in der Vergangenheit auszulöschen. Beispielsweise wurden in dieser Autoversicherung auf die kleinsten Differenzierungen in einer Branche verzichtet, da diese alles verkompliziert haben. Stattdessen gibt es nur drei Varianten der Autoversicherung. In Deutschland gibt es nun digitale Kfz-Versicherer, die sich derzeit Ihren Kundenstamm aufbauen. Vorteilhaft ist, dass beispielsweise die Policen monatlich kündbar sind und nur die tatsächlich gefahrenen Kilometer berechnet werden. Außerdem kann man eine Versicherung mit nur wenigen Daten und wenigen Minuten abschließen, was viele potentielle Kunden anlockt.

Der Bilanzchef Oliver Bäte sagte auch, dass man die Produktvarianten reduzieren sollte und nahm auf das oben genannte Beispiel in München Bezug. Dort gäbe es nur zwei Produktvarianten, wobei es in anderen Betriebshaftversicherungen bis zu 350 Produktvarianten gäbe, die zu 90 Prozent nicht oder kaum genutzt werden. Je mehr Produktvarianten vorhanden sind, desto mehr wird alles verkompliziert.

Die Komplexität der Produkte blockiert oder erschwert die Digitalisierung, denn um einen Abschluss eigenhändig zu tätigen, fehlt es dem Kunden bei einem komplexen Produkt an Fachwissen. Daher ist es für Versicherer entscheidend, die Produkte kundenfreundlich und transparent zu gestalten, damit die schnell und einfach verstanden werden können.

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